Eben ging die Premiere von JUST Dance im Jugendcafe JUST zuende.
Es war… hm… doof. Ja, das könnte schon ganz gut passen -für’s Erste. Ich habe gemerkt wie schlecht es mir geliegt zu tanzen. Nicht nur das Tanzen selbst, sondern mich erst mal darauf einzulassen; mich darauf einzulassen teilweise wirre Bewegungen von mir zu geben, was man dann als „Tanz“ definieren sollte/könnte; mich darauf einzulassen durch meine wirren Bewegungen komische Blicke anderer Leute anziehen könnte; mich darauf einzulassen diese komischen Blicke nicht weiter zu beachten oder als „nicht schlimm“ zu bezeichnen.
Mir kommt es immer so vor, als wären da noch Ketten an mir dran. Manche Ketten sind schon zerstört worden. Ketten, die mich daran hinderten etwas zu sagen, was vielleicht falsch sein könnte oder was andere Fragen aufwerden könnte; Ketten, die mich daran hinderten laut -zumindest in einer Gruppe- zu singen; Ketten, die mich daran hinderten effektiv Sport zu treiben; Ketten, die mich dran hinderten eine Andacht zu halten; Ketten, die mich daran hinderten auf einer Bühne zu stehen -und ggf. dort Quatsch oder ähnliches Theater zu fabrizieren. Einige Ketten halten mich also inzwischen nicht mehr fest, doch manche existieren noch. So auch die Kette an meinem Tanzbein. Oder sind es vielleicht mehrere? Die Kette „Angst“, die Kette „was denken wohl die anderen“, die Kette „ich kann’s nicht“, usw. Ketten, die ich lieber nicht haben möchte und die doch an mir dran hängen. Doch was kann ich dagegeben tun? Manchmal glaub ich ja fast, dass Gott etwas damit vor hat. Nach dem Motto: „Ich häng dich an die Ketten, um später an dir ein Wunder zu tun.“ oder so ähnlich. Aber da muss man auch vorsichtig sein. Nicht an jeder kleinen Schwierigkeit ist Gott „schuld“! Manches überlässt er eben auch uns selbst. Doch wie kann ich da an mir arbeiten? Wie kann ich in dieser Hinsicht freier werden? Wie kann ich es schaffen, dass mir die Blicke anderer egal sind? Wie kann ich es schaffen zu wissen, dass die andere gar nicht mal zu mir hersehen (in Form dieser „komischen Blicke“) ? Wie kann ich es schaffen einfach mal zu tanzen???
Oder liegt es etwa doch nur an der Musik? Bin ich eben einer, der zu einer ganz bestimmten Art von Musik tanzt? Blues Brothers als Vorbild genommen?
Es gibt ein sehr schönes Lied. Es heißt „I will dance, I will sing to be mad for my king“. Genau das möchte ich und fällt mir doch so schwer. Genauso möchte ich leben:“Egal was andere sagen oder von mir denken, Hauptsache ist, dass Gott mich liebt und ich ihm gefalle!“ und doch gelingt es mir nicht. Dennoch sind da diese beengenden Ketten, die mich hindern etwas zu tun, was ich doch eigentlich im Inneren möchte.
Beim ECJA-Camp hatte ich mal ein Bibelvers bekommen, darauf stand: „Freuet euch in dem Herrn allezeit und abermals: Freuet euch!“ Wieder so etwas! Wie kann ich mich immer über und mit ihm freuen, wenn ich mir über alles und jeden Gedanken mache? Aber das ist auch ein anderes Thema. Ok, vielleicht auch nicht, aber ich bin müde und geh jetzt erst mal schlafen. Nee, gar nicht! Ich geh jetzt erst duschen und dann ins Bett (Bibellesen) und dann versuch ich zu schlafen
Also, dann macht’s mal wieder gut und habt ein schönes Wochenende! Bis wieder mal und auf Wiedersehen!
Lieben Gruß
joni

hi joni!
dein beitrag bringt mich zum nachdenken.. ich kenn das ganz genau, was du beschreibst. ich find es interessant, das als ketten zu bezeichnen, aber stimmt schon irgendwie. Mir geht es in vielen Dingen oftmals ähnlich, auch wenn es schon besser geworden ist.. aber beim tanzen hat sich bei mir auch noch nichts verändert, wenn dich das beruhigt
irgendwo steht ja all das im klaren widerspruch zu der freiheit die gott uns geben will, von der er so oft in seinem wort
spricht. Ich glaube den ersten schritt hast du bereits getan: du erkennst diese einschränkungen als ketten an, als etwas hinderliches. Und ich glaube niemand läuft gerne mit Ketten herum – sie stören und machen das Leben schwer! Wie können wir sie loswerden? Man muss sie als solche erkennen und darf darauf vertrauen, dass gott uns zu dem menschen machen will, der sich „nicht sorgen muss was der morgige tag bringt“, oder was „er essen soll“. Denn Gott möchte, dass wir Jesus ähnlicher werden in unserem Leben. Und Jesus wusste seine Sorgen bei Gott abzugeben.
Und das ist der Prozess in dem wir als Christen in unserem Leben stehen – Gott möchte uns gerne von diesen Ketten befreien, wir dürfen lernen darauf zu hoffen und zu vertrauen. Und es liegt auch an uns, Gott immer wieder um den Heiligen Geist zu bitten, der uns helfen kann zu vetrauen.
Schön, dass es Internet gibt
ein echt unkomplizierter Weg um im Kontakt zu bleiben. Ich wünsch dir Gottes Segen!
Lieber Gruß aus Heinebach! Tobi